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Wie alt ist das Bier?
Wie wird Bier hergestellt?
Seit wann wird Weizenbier hergestellt?
Was ist Weizenbier?
Welche Weizenbiersorten gibt es?




Wie alt ist das Bier?
Bier wird seit etwa 6000 Jahren hergestellt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Brot, das nass geworden war und zu gären begonnen hatte, den Auslöser zur bewussten Herbeiführung des Gärungsprozesses gegeben hat. Diese Entdeckung hat sich wahrscheinlich mehrfach in der Geschichte der Menschheit zugetragen. Es lässt sich also auch nicht genau sagen, wo zuerst Bier gebraut wurde.


Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum. Die ältesten Überreste von Bier, die aus einer Zeit von 3500 2900 v. Chr. stammen, wurden vor kurzem in Godin Tepe im alten Mesopotamien (heute im West-Iran) entdeckt. Ähnlich alt (aus der Zeit von 3500 3400 v. Chr.) sind Funde aus Hieraconpolis in Oberägypten.


Schriftlich erwähnt wird Bier (kash auf sumerisch, shikaru in Akkadisch) in einer Reihe verschiedener früher Quellen: Eine vom Amerikaner Samuel Noah Kramer entdeckte Tontafel aus Nippur (etwa 2100 v. Chr.) erwähnt Bier im Rahmen medizinischer Verschreibungen  nebenbei bemerkt die ältesten erhaltenen medizinischen Verschreibungen: Die dort erwähnten Heilmittel sollten entweder äußerlich angewendet, oder eben mit Bier oder Wein zum Einnehmen verabreicht werden.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bier



Wie wird Bier hergestellt?
Im Wesentlichen besteht der Brauprozess für Bier aus folgenden Schritten:


1. Grünmalzherstellung: Gersten- oder (bei Weißbier) Weizenkörner werden unter Zugabe von Wasser zum Keimen gebracht. Der Keimprozess sorgt dafür, dass die zur Stärkeaufspaltung notwendigen Enzyme im Korn gebildet beziehungsweise angereichert werden.


2. Darren: Der Keimvorgang wird durch Erhitzen des Grünmalzes auf 85 100 Grad Celsius unterbrochen, das Malz getrocknet.


3. Schroten: Das Malz wird mittels einer Schrotmühle definiert zerkleinert.


4. Maischen: Mit Wasser wird das Malz im Maischbottich vermischt (Einmaischen). Danach wird die Temperatur der Maische in verschiedenen Stufen erhöht. Die in der Maische enthaltenen Enzyme spalten die Stärke im Malz in Malzzucker auf. Auch das im Korn vorhandene Eiweiß wird dabei in Aminosäuren zerlegt. Mit dem Jodtest wird festgestellt, ob die Stärke vollends verzuckert wurde. Der Maischprozess dauert zwei bis vier Stunden.


5. Läutern: Die Maische wird unter Wasserzugabe in einer Art Filter, dem Läuterbottich, geklärt. Alle Feststoffe aus der Maische scheiden sich als sogenannter Treber ab, der meist als Viehfutter verwendet wird. Das klare Endprodukt aus dem Läuterprozess heißt Würze. Sie wird je nach Gewinnungszeitpunkt als "Vorderwürze" oder als Nachguss gewonnen.


6. Würze: In der Würzepfanne oder auch Sudpfanne wird die Würze gekocht, dabei wird Hopfen (meist in Form von Extrakt) zugegeben und mitgekocht. Durch das Kochen wird die Würze auf die für jede Sorte spezifische Stammwürze aufkonzentriert. Am Ende der Würzekochung erfolgt die Bestimmung der Stammwürze mittels einer Spindel (Saccharometer). Vor der Erfindung der Sudpfanne erfolgte das Erhitzen durch Einlegen erhitzter Steine in die Würze (Steinbier).


7. Ausschlagen: Anschließend werden die in der Würze vorhandenen nicht gelösten Hopfenbestandteile und ausgefallenes Eiweiß ausgefiltert. Dies geschieht im sogenannten Whirlpool, in dem die Flüssigkeit im Kreis gerührt wird. Durch den dabei auftretenden "Teetasseneffekt" setzt sich in der Mitte ein Kegel mit den Trübstoffen ab.


8. Abkühlen: In einem Wärmetauscher wird sodann die klare Würze auf etwa 5 bis 10 Grad Celsius heruntergekühlt


9. Gären: Nun erfolgt der eigentliche Gärprozess: In großen Gärtanks wird der Zucker in der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen zu Alkohol vergoren. Etwa 60 70% des Malzzuckers werden auf diese Weise umgesetzt. Das dabei entstehende Kohlendioxid wird in der Regel abgesaugt, um dem Bier am Ende des Brauprozesses (beziehungsweise beim Zapfen) wieder zugesetzt zu werden. Heute gibt man hier die Bierhefe dazu, je nach Hefesorte ergibt es untergäriges oder obergäriges Bier, früher hat man die Gärung dem Schicksal überlassen (die Hefesporen kamen aus der Luft), dadurch gelang nur selten eine Charge gut  diese wurde dann besonders geschätzt und gefeiert  ; oft misslang sie auch völlig und musste weggegossen werden. Erfolgreiche Brauer wurden beneidet und gelegentlich voll Misstrauen beäugt, sie konnten entweder als Hexer oder als gottbegnadete Heilige gelten. So mancher Brauer endete auch auf dem Scheiterhaufen.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bier#Brauprozess


Seit wann wird Weizenbier hergestellt?
Die Herstellung von Bier mit Weizen erfolgte bereits vor Jahrtausenden in Babylon und Ägypten.


In Europa gelangte die Technik der Weizenbierherstellung im 16. Jahrhundert von Böhmen nach Bayern.


Bereits 1520 erhielt ein niederbayerischer Brauer gegen Bezahlung das Privileg zugesprochen, Bier aus Weizen herzustellen, obwohl es wegen des Zusatzes von Hefe gegen das "bayerische Reinheitsgebot" verstieß.


1567 wurde das Brauen von Weizenbier in Bayern verboten. Weizenbier wurde als "unnützes Getränk" betrachten, es war leicht verderblich, außerdem wurde Weizen für die Brotherstellung benötigt.


Als 1602 der letzte männliche Nachfahre des Brauers starb, fiel das Privileg zum Weißbierbrauen an den bayerischen Herzog Maximilian I zurück. Privileg und Verbot begründeten das "Wittelsbacher Weizenmonopol", das eine sichere Einnahmequelle für den bayerischen Adel bedeutete:


Münchner Wirte wurden vertraglich verpflichtet, das hoch besteuerte Weizenbier auszuschenken, in anderen Landesteilen entstanden gegen "Lizenzgebühr" Weizenbierbrauereien.


Im 18. Jahrhundert ging der Marktanteil des Weizenbieres stetig zurück, 1798 hob Kurfürst Carl Theodor von Bayern das Monopol auf.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weizenbier#Geschichte


Was ist Weizenbier?
Weizenbier ist ein obergäriges Bier, dessen Malz mindestens zur Hälfte aus Weizen hergestellt sein muss. Als Synonym ist der Begriff Weizen sehr gebräuchlich, in Bayern wird fast ausschließlich der ältere allgemeine Begriff Weißbier verwendet.


Der Name Weißbier stammt nicht von der Farbe des Bieres selbst, von dem es auch dunkle Sorten gibt, sondern vom Brauverfahren: Weizenbier wird im so genannten obergärigen Verfahren gebraut, bei dem die Hefe aufschwimmt und an der Oberfläche weißen Schaum bildet.


Weizenbier hat in der Regel einen Stammwürzegehalt zwischen 11 und 14 Prozent, der Alkoholgehalt liegt normalerweise bei 5 bis 6 Prozent.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weizenbier


Welche Weizenbiersorten gibt es?
Bei Weizenbieren unterscheidet man zwischen dem Hefeweizen, bei dem die Gärhefe zur Nachgärung im Bier verbleibt und dem gefilterten, klaren Kristallweizen - früher oft auch Champagnerweizen genannt.


Die Farbe des Weizenbieres ist von der Art des Malzes abhängig. Kristallweizen sind meist von sehr heller, klarer Färbung. Bei den Hefeweizen reicht das Spektrum von hellen, goldgelben Sorten über nussbraune Biere bis zu tiefdunkelbraunen schwarzen Weißen, mit vollmundig malzig- rauchigem Aroma und einem höheren Alkoholgehalt. Die dunklen Sorten zählen meist zu den Starkbieren.


Daneben werden auch alkoholfreie und "leichte", d.h. alkoholarme Weißbiere hergestellt.


Bayern hat die längste Geschichte und Tradition im Weißbierbrauen in Deutschland und daher auch die größte Bandbreite an unterschiedlichen Weizenbiersorten, die teilweise nur regionale Verbreitung finden.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weizenbier#Biersorten